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FDR und auswärtige Angelegenheiten - Geschichte

FDR und auswärtige Angelegenheiten - Geschichte

Japanische Truppen in der Mandschurei

In Roosevelts ersten Amtsjahren waren auswärtige Angelegenheiten eindeutig zweitrangig. Der Aufstieg Hitlers in Deutschland und die aggressiven Aktionen Japans im Fernen Osten waren beunruhigend, aber sie lenkten Roosevelt nicht von seinen wichtigsten innenpolitischen Problemen ab. Die Regierung beteiligte sich aktiv an der Londoner Konferenz zu Wirtschaftsproblemen, aber widersprüchliche innenpolitische Bedenken erlaubten den USA keinen großen Einfluss auf die Konferenz. Eine der wichtigsten außenpolitischen Aktionen Roosevelts in dieser Zeit war seine Anerkennung der Sowjetunion und die daraus resultierende Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

Roosevelt sah sich den doppelten Bedrohungen des Aufstiegs des japanischen Nationalismus und des Aufstiegs der Nazis in Deutschland gegenüber. Als Roosevelt den Amtseid ablegte, hatten die Japaner die Mandschurei bereits erobert und drangen weiter nach China vor. Er setzte die Stimson-Politik der Nichtanerkennung der japanischen Eroberung fort. Er erwog, stärkere Maßnahmen wie ein Waffenembargo zu ergreifen, und überzeugte sogar das Haus, ihm Ermessensspielräume zur Verhängung des Embargos zu übertragen. Die Japaner waren im Augenblick in China so weit vorgerückt, wie sie wollten, und hatten fast Peking erreicht. Zu diesem Zeitpunkt einigten sie sich mit den Chinesen auf einen Waffenstillstand, der jegliches sofortiges Handeln verhinderte.

Hitlers Aufstieg brachte die Machtverhältnisse in Europa durcheinander. Wieder einmal beschäftigten sich die Europäer mit der potentiellen deutschen Militärmacht und den Absichten. Eine unmittelbarere Sorge für Roosevelt war der staatlich geförderte Antisemitismus, den die Nazis einführten. Die Amerikaner waren empört über das, was sie in ihren Wochenschauen sahen, aber unter dem Druck des Außenministeriums schwieg Roosevelt zu diesem Thema.

Eine der wichtigsten außenpolitischen Maßnahmen Roosevelts war die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion. Roosevelt wurde von einem breiten Spektrum von Amerikanern unterstützt, die der Meinung waren, dass Handel gut für die Wirtschaft sei. In der Frage der Religionsfreiheit in der Sowjetunion konnte die Regierung einige mündliche Zugeständnisse von den Sowjets durchsetzen.

Roosevelts Regierung nahm an einer Konferenz in London teil, um zu versuchen, weltweite Wirtschaftsprobleme zu lösen. Die widersprüchliche Politik innerhalb der Roosevelt-Administration in Fragen des internationalen Handels und der Währungsfragen schloss jede Erfolgsaussicht des Londoner Treffens aus. Das Hauptthema, mit dem sich die Konferenz zu befassen versuchte, war die Währungsstabilisierung. Als Roosevelt sich gegen die Politik äußerte, war die Konferenz damit zum Scheitern verurteilt.

Die Berichte von der Front waren jedoch alles andere als zufriedenstellend. Die Japaner rückten schnell über den Pazifik vor. Die Japaner eroberten schnell Wake Island. Sie griffen die Philippinen an und schlugen schnell die amerikanischen Streitkräfte. Die US-Streitkräfte wurden auf die Insel Corrigidor und von dort auf die Halbinsel Bataan abgezogen, wo sie zum Rückzug gezwungen wurden. Die einzige gute Nachricht an der Pazifikfront war ein Angriff auf Japan durch amerikanische B-24-Bomber, die von Trägern gestartet wurden.

Im Atlantik waren die Nachrichten nicht besser. Deutsche U-Boote versenkten amerikanische Schiffe in Sichtweite der Küste.

Inzwischen hatte Roosevelt die Kriegsanstrengungen klar unter Kontrolle. Vom Moment des Angriffs an wurde er der Oberbefehlshaber. Er war für die Gesamtpläne und die Strategie verantwortlich, während er dem Militär die Aufgabe überließ, sie umzusetzen.


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