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Seemannsgesetz: Rechte für Handelsschiffe

Seemannsgesetz: Rechte für Handelsschiffe

Vor allem dank der Bemühungen von Robert M. La Follette erließ der Kongress 1915 den Seamen's Act, der der Handelsmarine ähnliche Rechte wie Fabrikarbeiter einräumte. Dieses Gesetz wurde durch den Untergang der Titanic im Jahr 1912 eine Katastrophe, die den Mangel an Planung und Besorgnis der großen Reedereien deutlich gemacht hatte. Das Seemannsgesetz galt als „Magna Charta der Meere“ und forderte:

  • Begrenzte Arbeitszeit von 56 Stunden pro Woche (9-Stunden-Tage)
  • Garantierte Mindeststandards an Sauberkeit und Sicherheit
  • Die Fähigkeit von Seeleuten, gegen fahrlässige Reeder auf Schadenersatz zu klagen
  • Das Recht der Besatzungen eingeführt, im Hafen den halben Lohn zu beziehen
  • Das Recht der Seeleute, sich zu organisieren, anerkannt.

Zum Zeitpunkt der Verabschiedung dieser Maßnahme waren die Vereinigten Staaten noch nicht in den Ersten Weltkrieg eingetreten. Die US-Handelsmarine nutzte jedoch ihre neutrale Position, um die beherrschende Stellung im Welttransporthandel einzunehmen. Viel Aufmerksamkeit wurde den Bedingungen geschenkt, die die Seeleute ertragen mussten, und La Follette, immer der Meister des Underdogs, reagierte.

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