Nulllösung

Zero Option war der Name für den streng geheimen Plan, die Regierung aus London zu entfernen, falls dies erforderlich sein sollte. Zero Option bedeutete, dass London nicht mehr regierbar war und ein weiterer sicherer Ort benötigt wurde.

Der Schock des V1 wurde durch den V2 verstärkt. Während der V1 im Flug zerstört werden konnte, konnte der V2 nicht. Das erste, was jemand über eine V2 wusste, war, als sie gelandet war. Wissenschaftler warnten Churchills Regierung davor, dass London innerhalb weniger Wochen abgeflacht sein würde, die Menschen auf den Straßen sein würden, Reisen unmöglich wären - und die Stadt außerhalb der Regierung liegen würde.

Bereits im Frühjahr 1940 hatte die Regierung eine geheime Basis im Nordwesten Londons eingerichtet - aber weit weg vom Stadtzentrum. Hier ließ die Regierung "Paddock" errichten - ein streng geheimes unterirdisches bombensicheres Zentrum, das auf zwei Etagen gebaut wurde und zwischen den Etagen jeweils zwei Meter Stahlbeton enthielt. "Paddock" wurde gebaut, um den schwersten Bomben- und Gasangriffen standzuhalten. Es wurde von Winston Churchill im September 1940 besucht, der sagte:

"Ich denke, Paddock sollte eingebrochen werden".

Zu dieser Zeit befürchteten viele eine deutsche Invasion und die Operation Sealion nahm an der französischen Küste Fahrt auf. Das Versäumnis der Deutschen, die RAF in der Luftschlacht um England zu besiegen, und die Verschiebung von "Sealion" führten jedoch dazu, dass "Paddock" 1940/41 nie eingesetzt wurde. Es wurde auch während der V2-Angriffe nie eingesetzt, da es keine angemessenen Wohnräume gab und das von Wissenschaftlern der Regierung geschilderte Alptraumszenario nie auftrat.

Wenn das schlimmste Szenario eingetreten wäre, wäre die Regierung ganz aus London ausgezogen und hätte sich in Worcestershire niedergelassen. Dieser Schritt wäre eine Reaktion auf den „Black Move“ gewesen - den Codenamen für das höchste Maß an Gefahr für die Regierung, das einen sicheren Umzug erforderte.